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Die Wall Street vor den Wahlen
Die im November stattfindenden Zwischenwahlen in den USA ­haben auch großen ­Einfluss auf die Börsen.
© APA-Images/AFP Getty/BILL PUGLIANO

Aktienmarkt USA

Die Wall Street vor den Wahlen

Die anstehenden Zwischenwahlen halten die Börsenwelt in Atem. Je nach Ausgang ergeben sich unterschiedlichen Chance und Risiken für Anleger.

Von Franz Gschiegl

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29.09.2026
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Die USA als mit Abstand größter Aktienmarkt der Welt konnten sich im bisherigen Jahresverlauf trotz vieler Probleme und Unsicherheiten auf rekordhohem Niveau behaupten und sich von den zwischenzeitigen Kurseinbrüchen erholen (siehe Grafik unterhalb). Hohe Volatilität war wieder an der Tagesordnung, wobei Aktien mit Bezug zum Thema künstliche Intelligenz die Schlagzeilen beherrschten. Da weisen trotz der jüngsten Korrekturen noch immer etliche Titel seit Jahresbeginn gewaltige Kursgewinne vor, etwa Micron Technology mit plus 284 Prozent, Intel mit plus 236 Prozent oder Lam Research mit plus 82 Prozent. Die in den letzten Jahren hochgejubelten „Magnificent Seven“, die glorreichen sieben Technologieunternehmen, haben im heurigen Jahresverlauf hingegen ihre Fans enttäuscht: Apple, Tesla, Amazon, Alphabet (ehem. Google), Nvidia, Meta Platforms und Microsoft konnten mit im Durchschnitt plus zehn Prozent seit Jahresbeginn die hohen Erwartungen nicht erfüllen.

Wahlen bringen Verunsicherung

In den kommenden Wochen werden die US-Börsen maßgeblich vom Verlauf und vom Ausgang der sogenannten „Midterm“-Wahlen beeinflusst werden. Diese bundesweiten Zwischenwahlen finden in der Mitte der vierjährigen Amtszeit des Präsidenten statt, wobei alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Teil der Sitze im Senat neu besetzt werden.

Diesbezüglich ist eine politisch und wirtschaftlich relevante Frage, ob die Republikaner bei den heuer am 3. November stattfindenden „Midterm“-Wahlen ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat verteidigen können. Aufgrund der knappen Mehrheit von Trumps Partei in beiden Häusern muss der Präsident jedenfalls zittern. Aktuell wird den Demokraten eine hohe Chance hinsichtlich eines Machtwechsels im Repräsentantenhaus zu ihren Gunsten eingeräumt. Der Vorteil der Demokraten liegt darin, dass generell bei den „Midterms“ streng mit dem regierenden Präsidenten „abgerechnet“ wird und eher unzufriedene Wähler abstimmen.

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