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Deutscher Milliardär kauft Palais Corso
Nach der Pleite von Mohamed Al Jabers Erster Wiener Hotel AG verkauften die Masseverwalter sein Palais Corso.
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Neues aus dem Grundbuch

Deutscher Milliardär kauft Palais Corso

Nach dem Grand Hotel wurde nun auch jener Teil des Palais verkauft, der die früheren Ringstraßengalerien beherbergt. Der Werftunternehmer Peter Lürßen zahlte 65 Millionen Euro.

Von Robert Wiedersich

28.04.2026
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Im Vorjahr musste die Erste Wiener Hotel AG des austrosaudischen Investors Mohamed Al Jaber Insolvenz anmelden. Die Hotel AG und eine Tochter waren Eigentümerin des Grand Hotels bzw. des Palais Corso am Kärntner Ring. Eine Gesellschaft hielt die Anteile am Hotelteil, die andere jene an den Geschäftslokalen, Büros und der Tiefgarage der riesigen Immobilie in allerbester Lage. Bei den Geschäftslokalen handelt es sich um Teile der früheren Ringstraßengalerien, eines noblen Einkaufszentrums, das aber schon länger mit Leerständen kämpfte. Nun haben die Masseverwalter die Anteile an der Immobilie verwertet. Laut Marktkennern gab es durchaus Interessenten, die sowohl Hotel als auch Einkaufszentrum gemeinsam kaufen wollten. Das dürfte am Preis gescheitert sein. So kamen an der Ringstraße zwei neue Eigentümer zum Zug. Schon zum Jahresanfang war der Verkauf des Hotels bekannt geworden. Es ging für 92,5 Millionen Euro an die spanische Hotelkette Hotusa. Die andere Hälfte mit den früheren Ringstraßengalerien kaufte ein Unternehmen des Bremer Milliardärs Peter Lürßen, Miteigentümer einer der bekanntesten Werften Deutschlands. Im Vorjahr hatten die Lürßens ihre Marinesparte an Rheinmetall verkauft und konzentrieren sich nun auf den Bau von Luxusyachten. 

Lürßen ist kein Neuling am österreichischen Immobilienmarkt. Er kaufte und verkaufte unter anderem die Pferderennbahn Magna Racino von Frank Stronach.

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