Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners
Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners

Hauptinhalt

„Der größte Mehrwert entsteht in der Transformation ganzer Prozesse“
Feiyu Xu zählt zu den Top-Expertinnen für KI-Strategien von Unternehmen. Am 20. Mai hält sie – bei freiem Eintritt – die Keynote beim A1 Business Forum in Wien.
© Gcore

Digitale Souveränität

„Der größte Mehrwert entsteht in der Transformation ganzer Prozesse“

Feiyu Xu ist eine der profiliertesten KI-Forscherinnen. Im Interview erläutert sie, welche Chancen Europa im KI-Wettbewerb hat und welche Entscheidungen Unternehmen jetzt treffen müssen.

31.03.2026
Springe zum Ende des WerbebannersSpringe zum Anfang des Werbebanners

KI ist längst Teil des globalen Wettbewerbs. Welche Rolle spielt Europa?

Xu: Europa steht im KI-Wettbewerb strukturell zwischen den USA und China. Die USA dominieren durch Plattformökonomie und enorme Kapitalstärke, China durch staatlich ­koordinierte Skalierung und schnelle technologische Adoption. Europa verfügt dagegen über starke industrielle Domänen, gleichzeitig sind Daten- und Innovationsräume stärker fragmentiert.

Was bedeutet das für europäische ­Unternehmen?

Xu: Entscheidend sind drei Weichenstellungen. Erstens der konsequente Aufbau eigener Daten- und KI-Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette. Zweitens die aktive Gestaltung von Partnerschaften und Ökosystemen, um Skalennachteile auszugleichen. Und drittens die bewusste Entscheidung, in welchen Bereichen technologische Unabhängigkeit wirklich wichtig ist.

2026 werden viele KI-Anwendungen produktionsreif sein. Wo entsteht der größte Nutzen?

Xu: Der größte Mehrwert entsteht heute nicht in einzelnen Use Cases, sondern in der Transformation ganzer Prozesse. Besonders produktiv ist KI derzeit bei der Automatisierung wissensintensiver Arbeit, bei der datenbasierten Entscheidungsunterstützung sowie bei der Optimierung komplexer Systeme, etwa in Lieferketten oder Produktionsprozessen.

Doch wie können Unternehmen KI nutzen, ohne die Kontrolle zu ­verlieren?

Xu: Zunächst müssen Unternehmen ihre Datenhoheit sichern. Dann sollten sie auf modulare KI-Architekturen setzen, um Lock-in-Effekte zu ver­meiden. Darüber hinaus sind Transparenz und Auditierbarkeit wichtig, damit Modelle und Entscheidungen nachvollziehbar bleiben.

Was können Unternehmen heute tun, um in fünf Jahren erfolgreich mit KI zu arbeiten?

Xu: Erstens sollten sie eine echte AI-first-Organisation aufbauen und KI in ihre Kernprozesse integrieren. Zweitens braucht es eine klare Datenstrategie, die Daten als strategisches Asset versteht. Und drittens sollten Unternehmen eine souveräne Technologiearchitektur für Cloud und KI entwickeln, also eine Kombination aus globalen Technologien und europäischen Lösungen. Langfristig wird der Erfolg davon abhängen, ob Unternehmen KI nicht nur nutzen, sondern als Kern ­ihrer Wertschöpfung verstehen. 

Weitere Artikel

Großraumbüro mit vier Personen, im Vordergrund stehen sich an ihren Schreibtischen ein Mann und eine Frau gegenüber und übergeben ein PapierExklusiv für GEWINN-Abonnenten

Trend zu Secondhand-Software

Bei Kleidung oder Möbeln ist Secondhand längst etabliert. Auch gebrauchte Software kann legal...

Weiterlesen: Trend zu Secondhand-Software
Marcel Haraszti, Patricia Neumann und Ivan Vlaho stehen nebeneinanderExklusiv für GEWINN-Abonnenten

Wir stellen ein!

In welchen Branchen Mitarbeiter gesucht werden. Wo Quereinsteiger jetzt Chancen haben. Plus: Welche...

Weiterlesen: Wir stellen ein!
Drei gläserne Trophäen

Remax Austria ist Franchise-System des Jahres

Als Repräsentant der Franchise-Wirtschaft in Österreich mit rund 510 Franchise-Systemen, mehr als...

Weiterlesen: Remax Austria ist Franchise-System des Jahres