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Der beste Schutz für den schlimmsten Fall
Ist ein gemeinsames Haus im Spiel, ist eine Ablebensversicherung faktisch immer wichtig.
© jacoblund – GettyImages.com

Ablebensversicherungen

Der beste Schutz für den schlimmsten Fall

Ablebensversicherungen sind nicht nur wichtig, wenn Kredite aufgenommen werden. Was kosten sie und worauf soll man achten, damit man zu einem günstigen und umfassenden Schutz kommt?

Von Susanne Kowatsch

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05.01.2026
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Angenommen, ein junges Paar, wie es viele gibt, baut zusammen ein Haus. Wir nennen die beiden Lisa und Martin. Lisa hat das Grundstück in die Beziehung mitgebracht, Martin einige Ersparnisse, und so vereinbaren sie, dass sie je zu 50 Prozent als Eigentümer im Grundbuch stehen sollen. Der für den Hausbau benötigte Kredit beträgt 500.000 Euro, die Laufzeit 35 Jahre. Kein Problem eigentlich, sie ist ja erst 25, er 30 Jahre alt. Glücklicherweise sind sie gut beraten und schließen dazu auch eine Ablebensversicherung ab. 

Was wäre, wenn das Haus fünf Jahre später fertig gebaut ist, aber es zu einem tragischen Unglück kommt? Beispielsweise, wenn Martin bei einem Autounfall verstirbt? 

So schlimm die Situation für Lisa wäre, zumindest kann sie den Kredit abzahlen und weiterhin im Haus wohnen – dank der Ablebensversicherung, die Martin abgeschlossen hatte. Denn diese zahlt nach fünf Jahren 450.000 Euro aus, jene Betragshöhe, in welcher der Kredit aktuell noch aushaftet. Schließlich wurde eine Ablebensversicherung abgeschlossen, deren Versicherungssumme im Lauf der Zeit fällt – angepasst an die jeweilige Kredithöhe, die noch aushaftet. Der Vorteil dabei: Man muss so weniger Prämien zahlen, weil nicht für die gesamte Laufzeit 500.000 Euro Versicherungssumme geboten werden müssen.

Linear oder annuitätisch?

Für die Absicherung eines Kredits gibt es zwei Varianten: einen linear fallenden oder einen annuitätisch fallenden Tarif. Im ersteren Fall vermindert sich die Prämie jährlich um den stets gleichen Betrag. Im zweiten Fall, beim annuitätisch fallenden Tarif, entwickelt sich die Versicherungssumme dagegen ganz ähnlich zurück wie beim Kredit. Denn zu Beginn ist der Anteil der Zinsen an der Kreditrate deutlich höher als in späteren Jahren, der aushaftende Betrag wird daher zu Beginn langsamer zurückgezahlt als am Ende. „Deshalb sollte man eine linear fallende Ablebensversicherung vermeiden“, rät Versicherungsmakler Erwin Weintraud, Vorsitzender des Versicherungsmaklerrings (ÖVM) in Niederösterreich, „denn bei ihr entstehen häufig Deckungslücken.“ Das Problem sei allerdings, dass man annuitätisch fallende Tarife meist gar nicht erhält, wenn man die Versicherung gleich bei der Bank mit abschließt.

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