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Portraitfoto Thomas Arnoldner© Renee Del Missier

ÖBAG

Thomas Arnoldner wird neuer ÖBAG-Chef

Von Michaela Schellner

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18.09.2026

Thomas Arnoldner (Jahrgang 1976) wird neuer Alleinvorstand der Österreichischen Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBAG). Der Aufsichtsrat bestellte den derzeit stellvertretenden CEO der Telekom Austria AG einstimmig für eine fünfjährige Amtsperiode ab 1. Februar 2027. Arnoldner folgt damit auf Edith Hlawati, die seit 1. Februar 2022 Vorständin der Staatsholding war, und übernimmt die Verantwortung für ein Beteiligungsportfolio im Wert von rund 31 Milliarden Euro.

Arnoldner ist seit acht Jahren im Vorstand der A1 Telekom AG tätig. Zuvor hatte der Manager Führungspositionen bei Nokia, Alcatel-Lucent und T-Systems Austria inne. Neben seiner Erfahrung in einem börsennotierten Infrastrukturunternehmen bringt er auch Expertise in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz sowie im Kapitalmarkt mit. In der Industriellenvereinigung leitet er die Digitalisierungs- und AI-Task Force.

In seiner neuen Funktion soll Arnoldner die neue ÖBAG-Strategie im Einklang mit der Industriestrategie des Bundes umsetzen und die Beteiligungen als aktiver Eigentümer weiterentwickeln. „Ich freue mich über das Vertrauen des Aufsichtsrats und gehe diese Aufgabe mit großem Respekt an. Die ÖBAG verwaltet nicht ihr eigenes Geld, sondern Vermögen der Republik und damit des Steuerzahlers. Daraus entsteht eine besondere Verantwortung. Aus acht Jahren im Vorstand eines großen, börsennotierten Infrastrukturunternehmens weiß ich, was Kapitalmarkt und Mitaktionäre von einem verlässlichen Kernaktionär erwarten – und was ein starker Standort von seiner Infrastruktur braucht. Die ÖBAG soll als Eigentümer aktiv gestalten und unabhängig entscheiden. So stärken wir unsere Beteiligungen und damit den Industrie- und Energiestandort Österreich“, sagt Arnoldner.

Aufsichtsratsvorsitzender Günther Ofner begründet die einstimmige Entscheidung mit Arnoldners Führungserfahrung und seinen Konzepten im Auswahlverfahren: „Der Beste hat das Rennen gemacht. Für die ÖBAG, aber auch für die Republik und die Steuerzahler, ist das eine zukunftsweisende und erfolgversprechende Entscheidung.“

Der Bestellung war ein dreimonatiges Auswahlverfahren vorausgegangen. Von 46 Bewerberinnen und Bewerbern wurden neun zu vertiefenden Hearings eingeladen, ehe der Aufsichtsrat seine Entscheidung traf.