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Wenn man den Mieter mitkauft
Günstige Altmietverträge werden gerne innerhalb der Familie weitergegeben, z. B. an Kinder oder Enkel – selten zur Freude der Vermieter.
© hepatus - GettyImages.com

Vermietete Wohnungen als Investment

Wenn man den Mieter mitkauft

Bereits vermietete Wohnungen werden selbst in guten Lagen zu absoluten Schnäppchenpreisen angeboten. Warum die Käufer auf einen Auszug der Mieter spekulieren, wie lukrativ das Investment sein kann und welche großen Risiken lauern.

Von Michael Kordovsky und Robert Wiedersich

28.04.2026
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Der Preis klingt zu gut, um wahr zu sein. Die gebrauchte, 50 Quadratmeter große Wohnung in einem gepflegten Gründerzeithaus im aufstrebenden 15. Wiener Bezirk, wenige Gehminuten von der U-Bahn entfernt, kostet nur 115.000 Euro. Das ergibt einen Quadratmeterpreis von gerade einmal 2.300 Euro. Selbst wenn man Sanierungskosten dazurechnet, wäre das immer noch sehr günstig. Laut Wiener Wohnungsmarktbericht von Makler EHL muss man für eine gebrauchte Wohnung im 15. Bezirk im Schnitt mit 4.050 Euro pro Quadratmeter rechnen. 

Solche Wohnungen zum Schnäppchenpreis findet man immer wieder. Die Angebote sind nicht automatisch unseriös. Wer im Inserat weiterliest, findet meist schnell die Erklärung. Die Wohnung ist unbefristet vermietet. Dass man hier von dem ersten Tag an Mieteinnahmen kassiert und sich obendrein die Mietersuche spart, wird am Immobilienmarkt also nicht als Vorteil, sondern als Nachteil gesehen. Schuld ist das strenge österreichische Mietrecht, das vor allem bei unbefristet vermieteten Altbauwohnungen mit niedriger Miete zu einem massiven Preisabschlag gegenüber leer stehenden Wohnungen führt. Für Anleger, die keinen Zeitdruck haben, kann das interessante Chancen bieten. Man kauft sich damit aber auch einige große Risiken ein. Folgende Fragen sollten Sie sich vor dem Kauf einer vermieteten Wohnung stellen:

Wie hoch ist der Preisabschlag bei vermieteten Wohnungen?

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