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Was ist eigentlich eine Zahlungsbilanz?
GEWINN erklärt die wichtigsten Begriffe aus ­Wirtschaft und Börse in einfachen Worten.
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Wirtschaft und Börse – einfach erklärt!

Was ist eigentlich eine Zahlungsbilanz?

Sie bietet eine wahre Fundgrube an Zahlen und Daten zu einem Land und seiner Wirtschaft.

Von Martin Mayer

26.08.2025
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Seit Donald Trump zum zweiten Mal als US-Präsident vereidigt wurde, tauchen immer wieder die Begriffe Zahlungs-, Leis­tungs- oder Kapitalbilanz in den Medien auf – insbesondere im Zusammenhang mit den von Trump so stark forcierten Zöllen auf Einfuhren in die USA. 

Die Zahlungsbilanz eines Landes erfasst alle grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Transaktionen und verdeutlicht, wie stark eine Volkswirtschaft mit dem Ausland verflochten ist und viel Geld in ein Land hinein- oder aus diesem hinausfließt bzw. ob ein Land mehr Geld aus dem Ausland erhält oder mehr hinausgibt. Die Zahlungsbilanz ist überall gleich gegliedert: Im Wesentlichen setzt sich die Zahlungsbilanz aus der Leistungs- und der Kapitalbilanz und Restposten zusammen.

Das zeigt die Leistungsbilanz

In der Leistungsbilanz werden grenzüberschreitende Arbeits- und Kapitaleinkommen, Warenverkehr und Dienstleistungen verzeichnet. Sie zeigt auf, ob ein Land mehr produziert und verkauft, als es konsumiert und importiert. Die Leistungsbilanz ist dann noch einmal in Handels- und Dienstleistungsbilanz unterteilt, wobei die Handelsbilanz alle Ex- und Importe und die Dienstleistungsbilanz etwa den Tourismus oder technische und Finanzdienstleistungen umfasst. Das traditionell hohe Handelsbilanzdefizit ist Donald Trump ein Dorn im Auge, weil es zeigt, dass die USA mehr Waren aus dem Ausland importieren, als sie exportieren. Er sieht darin eine Schwäche, die er durch Zölle auf Einfuhren aus dem Ausland wieder ausgleichen möchte, indem er US-Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Gleichzeitig ist aber die Dienstleistungsbilanz der USA tendenziell positiv, weil sie mehr Dienstleistungen im Ausland erbringen als umgekehrt (Software, Cloud-Computing etc.).

Das Gegenstück: Die Kapitalbilanz

Im zweiten Teil, der Kapitalbilanz, wird aufgezeigt, wie sich die finanziellen Forderungen an das Ausland und die finanziellen Forderungen des Auslandes an heimische Unternehmen, Privatpersonen und den Staat entwickeln. Sie ist somit das Spiegelbild zur Leistungsbilanz. Dazu zählen etwa Direktinvestitionen, also die Beteiligungen heimischer Unternehmen im Ausland und umgekehrt, Wertpapieranlagen, Kreditvergaben, Bareinlagen und die Währungsreserven der Zentralbanken.

Die Restposten dienen als dritter Teil der Zahlungsbilanz dem Ausgleich, da nicht alle Transaktionen perfekt erfasst werden können und die Zahlungsbilanz in der Theorie immer ausgeglichen sein muss, denn jede Zahlung hat eine entsprechende Gegenbuchung.

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