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Organisationsentwicklung
Unternehmensgärten für Mitarbeiter
Tatjana Tupy und Stefan Faatz-Ferstl aus Wien planen, bauen und betreuen mit ihrem im Jahr 2021 ursprünglich als Gemüsekistenproduzent gegründeten Start-up Soilful essbare Gärten für Unternehmen. „Meine Motivation, Soilful in die Welt zu bringen, wurzelt in dem Wunsch, Menschen wieder in Verbindung mit der Natur zu bringen“, sagt Faatz-Ferstl. Die Gärten entstehen ab etwa 30 Quadratmetern Grundfläche auf Dächern, Parkplätzen oder Grünflächen und werden gemeinsam mit den Mitarbeitern im Rahmen eines Workshops geplant. Ziel ist es, grüne Räume für Arbeit, Austausch und Erholung zu schaffen und Biodiversität zu fördern. Tupy sieht darin auch einen Organisationsentwicklungsansatz, wie sie sagt: „Auch Unternehmen sind Organismen, die einen fruchtbaren Boden brauchen, um sich zu entfalten.“
Die Gründer haben bereits erste Pilotgärten umgesetzt. Einen davon 2024 bei einem Modeunternehmen in Mannheim (D), einen anderen 2025 bei Schachinger Logistik in Wien-Simmering. Angesprochen werden sollen Betriebe ab etwa 50 Mitarbeitern. Die Kosten variieren je nach Größe und belaufen sich bei rund 100 Quadratmetern Grundfläche, einfacher Ausführung und gemeinschaftlichem Aufbau als Teamevent auf etwa 15.000 Euro. Ein Teil davon könne als geförderte Beratung abgewickelt werden. Im Preis enthalten sind der vorhin erwähnte Workshop, Planung, Material, Aufbau und Bepflanzung. Eine optionale gärtnerische Betreuung kostet rund 500 Euro pro Monat.
Knapp 270.000 Euro haben die Gründer bislang – hauptsächlich in Form von Arbeitszeit – in ihr Start-up investiert. Der Umsatz lag 2025 bei etwa 150.000 Euro (inkl. AWS-Förderungen). Für 2026 rechnet Soilful mit einem ähnlich hohen Betrag, erstmals soll dann auch ohne Fördermittel profitabel gearbeitet werden. Drei weitere Gärten sind bereits fix beauftragt.



