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Ukraine: Wiederaufbau trotz tausend Toter an jedem Tag
„Im Korruptionsindex hat sich die Ukraine verbessert. Vor allem junge Menschen lehnen die Korruption am entschiedensten ab.“: Wolfgang Anzengruber, Ex-Verbund-Chef
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Interview mit Wolfgang Anzengruber

Ukraine: Wiederaufbau trotz tausend Toter an jedem Tag

Ex-Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber packt gerade den Koffer: Er ist wieder im Aufbruch, es geht neuerlich in die Ukraine. Und zwar als Beauftragter der österreichischen Regierung: Er soll den Wiederaufbau dort ankurbeln. Darüber hat er mit GEWINN-Herausgeber Georg Wailand gesprochen.

Von Georg Wailand

03.03.2026
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Es ist ein gespenstisches Bild, das man da erlebt. Anders als seinerzeit beim Vietnamkrieg spielt sich das alles nicht weit weg von hier ab, sondern ist ein Krieg an unserer Grenze. Und obwohl es immer wieder „Friedensgespräche“ zwischen Russland und der Ukraine gibt, antwortet Anzengruber auf die Frage, wie es ihm damit geht: „Krieg ist immer furchtbar. Täglich sterben hier tausend Menschen.“

GEWINN: Österreichs Initiative für einen Wiederaufbau soll der Bevölkerung der Ukraine Hoffnung bringen. Die Berechnungen der Weltbank sagen: Schon jetzt beträgt der Wiederaufbaubedarf rund 524 Milliarden Dollar. Kommt man sich da nicht wie auf einem verlorenen Posten vor?

Anzengruber: Es gibt eine humanitäre und eine wirtschaftliche Hilfe. Der Wiederaufbau ist ein Geschäft für die Zukunft. Die Ukraine hat als größtes Land Europas ein riesiges Potenzial, da wollen wir mit unserem österreichischen Team als Teil eines neuen Netzwerks Unterstützung liefern.

GEWINN: Aber klagen die Leute nicht bei uns: Dorthin spenden wir so viel, das könnten wir doch selbst in Österreich brauchen?

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