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Geld-Tipp
Selbstständig machen: günstige Mikrokredite für Arbeitslose
Seit 2010 läuft hierzulande ein Mikrokreditprogramm, das von der Erste Bank und dem Sparkassensektor gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds getragen wird. Waren es bis 2019 erst rund 70 bis 80 Anfragen pro Jahr, sind es mittlerweile rund 150 Antragstellende jährlich. Das Programm unterstützt Menschen in der Arbeitslosigkeit beim Schritt in die Selbstständigkeit, insgesamt 1.120 Gründungen wurden so ermöglicht. Nun haben Erste Bank und Sparkassen sowie das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz bekannt gegeben, dass das Programm verlängert wird, und zwar bis 2030. „Gemeinsam mit dem Sozialministerium und dank der Unterstützung des Europäischen Investitionsfonds schaffen wir Perspektiven für Menschen, die den Mut haben, ihre Ideen umzusetzen“, so Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank Österreich.
Die Eckdaten des heimischen Mikrokredits: Der maximale Kreditbetrag liegt bei 15.000 Euro, die Laufzeit beträgt fünf Jahre, davon sechs Monate tilgungsfrei. Der Zinssatz setzt sich aus dem Drei-Monats-Euribor plus drei Prozent zusammen (aktuell wären das rund fünf Prozent). Es sind keine Sicherheiten erforderlich, denn es gibt eine Garantie des Europäischen Investitionsfonds (EIF). Die bisherigen Geschäftsideen reichten von Traditionellem wie Taxi, Mechanik, Physiotherapie, Möbelhandel oder Kosmetik bis hin zu Onlinehandel oder App-Entwicklung, Webdesign etc.


