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Konjunktur
Sauber, sauber!
Auch wenn Klimakonferenzen enttäuschen und der US-Präsident „Drill, Baby, Drill“ als Devise ausgibt, so geht in Sachen saubere Energieversorgung doch einiges weiter. Wurden 2020 weltweit etwa 1.300 Milliarden US-Dollar in saubere Energieversorgung (erneuerbaren Strom, Stromnetze und -speicher sowie Energieeffizienz) investiert, waren es 2025 bereits 2.200 Milliarden. Die Investitionen in fossile Energien gingen im Vergleich zum Vorjahr um etwa vier Prozent auf 1.200 Milliarden Dollar zurück.
Angetrieben wird das Wachstum laut IEA nicht nur durch Klimapolitik, sondern vor allem durch wirtschaftliche, technische (steigender Bedarf an Elektrizität für Industrie, Elektromobilität und Rechenzentren) und geopolitische Faktoren. Etwa 70 Prozent der zusätzlichen Investitionen in den vergangenen fünf Jahren wurden durch Importeure fossiler Energieträger getätigt, die ihre Versorgungssicherheit erhöhen wollen. Weltweit ist China sowohl bei sauberen als auch bei fossilen Investitionen führend, gefolgt von den USA und der EU, die beide etwa gleich viel in saubere Energien investieren – die EU allerdings deutlich weniger in fossile Energien.


