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Start-up
Maßgefertigte Ohrstöpsel per Handyscan
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Die Geschäftsidee des Wiener Start-ups Ohrheld entstand auf einer Reise nach Bali. Dort entdeckte Mitgründer Léon Can Aricioglu bei einem Freund maßgefertigte Ohrstöpsel, die dieser zum Schlafen verwendete. Vom Produkt selbst war er so begeistert, dass er nach seiner Rückkehr einen Hörakustiker aufsuchte. Der Bestellprozess war aber alles andere als zufriedenstellend. Mehrere Termine vor Ort mussten absolviert werden, die Kosten waren lange unklar und lagen am Ende bei rund 150 Euro.
Um hier anzusetzen, tat sich der Design- und Technologiespezialist mit dem ehemaligen Judo-Leistungssportler und Serial-Entrepreneur (Immoshark, Grizzly.jobs) Markus Hirzberger zusammen. Gemeinsam entwickelten sie eine digitale Alternative, bei der individuell angepasste Ohrstöpsel per Handyscan bestellt und mittels 3D-Druck in Österreich zu einem Preis von 49,99 Euro gefertigt werden können.
Für die Weiterentwicklung des Produktionsprozesses hat das Wiener Start-up eine FFG-Förderung in Höhe von rund 150.000 Euro erhalten. Konkret sollen Handyscan und 3D-Druck so miteinander kombiniert werden, dass Maßanfertigungen so einfach bestellbar sind wie Standardprodukte. Die ersten Prototypen entstanden auf einem gebrauchten 3D-Drucker von Willhaben, mittlerweile wurden rund 20 Entwicklungsstufen getestet. Das Marktinteresse ist jedenfalls vorhanden: Nach einem Linkedin-Aufruf meldeten sich zunächst 100 Pilotkunden, inzwischen stehen bereits rund 200 Interessenten auf der Warteliste. Konkurrenz sieht Ohrheld in Anbietern wie Loop Earplugs, die bereits eine wiederverwendbare Lösung offerieren. Der entscheidende Unterschied bei Ohrheld sei jedoch die individuelle Passform. Der Marktstart in Österreich und Deutschland ist für den 30. Juni geplant, parallel wird die GmbH gegründet.



