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Wiener Werkstätte
Kreationen statt Klunker
„Der künstlerische Wert eines Schmuckstücks liegt im Entwurf, nicht im materiellen Wert der Edelsteine.“ Diese Aussage des französischen Juweliers René Lalique beschreibt exakt die Einstellung, mit der die Kunstschaffenden der Wiener Werkstätte an ihre Schmuckkreationen herangingen. Als Reformkünstler rückten sie das kreative Konzept ins Zentrum, der Wert der verwendeten Materialien war sekundär. Bunte Halbedelsteine wie Karneole und Chalcedone, Mondsteine und Lapislazuli, Opal und Onyx lösten Hochkaräter ab. Die großen Namen der Wiener Werkstätte, insbesondere Josef Hoffman, Koloman Moser, Dagobert Peche und Carl Otto Czeschka, kreierten damit Kleinode, die ebenso wie die reformierte Mode der Schwestern Flöge ein neues Frauenbild repräsentierten: Diese modernen Schmuckstücke unterstrichen die individuelle Persönlichkeit ihrer Besitzerin und waren auch im Arbeitsalltag und beim Sport tragbar.
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