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Tech-Aktien
Die Profiteure des KI-Booms
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Noch vor fünf Jahren konnte sich die Mehrheit der Menschen kaum ausmalen, welchen Siegeszug generative künstliche Intelligenz (KI) binnen kürzester Zeit antreten würde. ChatGPT wurde am 30. November 2022 von Open AI veröffentlicht und ging innerhalb von wenigen Tagen viral. Und heute? Im ersten Quartal 2026 erreichte die weltweite Nutzung generativer KI in der erwerbstätigen Bevölkerung 17,8 Prozent, geht aus anonymisierten Telemetriedaten von Microsoft hervor. „In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind es bereits 70 Prozent, in den USA 31“, sagt Marie Brière, Head of Investor Intelligence & Academic Partnerships beim Amundi Investment Institute.
Und so gut wie alle KI- und Technologieexperten sehen enormes Potenzial. „Die KI-Modelle wurden immer komplexer, ihre Problemlösungskompetenz wesentlich anspruchsvoller – auf der anderen Seite ist ihre Entwicklung immer kostspieliger“, meint Bernhard Ruttenstorfer von der Erste Asset Management. Er ist Senior-Fondsmanager des Investmentfonds Erste Stock Techno. So viel ist klar, die KI-Nutzung wird sich intensivieren, quantitativ und qualitativ. Bereits jetzt geht es für viele User über reine Fragestellungen hinaus. „Die KI ist in eine neue Phase eingetreten: weg von einem rein technologiegetriebenen Thema, hin zu einem umfassenderen KI-Infrastrukturzyklus“, erklärt Brière. Im Mittelpunkt stehen aktuell vor allem Chips, Cloud-Infrastruktur, Rechenzentren, Netzwerke, Speicher und Energieversorgung. In der nächsten Phase dürfte die Transformation von Geschäftsprozessen in den Vordergrund rücken. Die KI wird zum Agenten, der regelmäßig Dinge erledigt, selbstständig, ohne dass man das Programm starten oder einen Auftrag erteilen muss. „Darauf folgen zunehmend autonome Systeme – vorausgesetzt, diese Anwendungen erweisen sich auch wirtschaftlich als sinnvoll“, so die Amundi-Expertin.
Modelle sind austauschbar
Es scheint quasi eine Gesetzmäßigkeit zu sein, wonach fast jede technische Entwicklung immer besser und schneller wird. „Wenn wir in zehn Jahren auf den September 2026 zurückblicken, dann wird das, was wir jetzt als ,Frontier Model‘ bezeichnen, ein besserer Taschenrechner sein“, drückt es Leopold Quell, Emerging-Markets-Fondsmanager bei Raiffeisen Capital Management (RCM), pointiert aus. Gleichzeitig warnt er vor Übertreibungen. „Die Unterinvestitionen von 2022 sind mit ein Grund, weshalb Halbleiterchips und Memory-Chips aktuell so teuer sind. Viele Hardwarefirmen haben damals nicht realisiert, wie groß die Nachfrage sein kann.“
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