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Gold
Achterbahnfahrt am Goldmarkt
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Für Gold-Freunde war 2026 wahrlich wie eine Fahrt in der Achterbahn: Wurde Ende Jänner noch ein Allzeithoch von fast 5.600 US-Dollar je Unze erreicht, setzte danach eine drastische Gegenbewegung ein. Nur um im August wieder um 13 Prozent aufzuholen – laut World Gold Council war das der drittstärkste Monatsanstieg innerhalb eines Vierteljahrhunderts. Zuletzt gab der Goldpreis wieder etwas nach. In Summe brachte Gold in drei Jahren auch nach den aktuellen Rücksetzern ein Plus von 128 Prozent.
Christian Trinker, Lagerexperte bei Goldvorsorge GVS Austria, bringt die vorangegangene relative Goldschwäche mit Gewinnmitnahmen und automatisierten Handelsalgorithmen in Zusammenhang. Auch Aktivitäten auf dem sogenannten Papiergoldmarkt, das sind Goldfinanzprodukte und -forderungen, bei denen nicht unmittelbar physisches Gold gekauft oder geliefert wird, bewegen den Preis immer wieder stark, so Trinker, der eine „gesunde Bereinigung“ nicht für falsch hält.
Betrachtet man Gold als Vermögensschutz mit einem Wert an sich, macht ein Langfrist-Investment Sinn. Der Preis dürfte tendenziell eher weiter bergauf gehen.
Christian Trinker, GVS Austria
Mehrere starke Treiber
Ein Preis von 4.000 US-Dollar je Unze wurde von vielen Marktteilnehmern als wichtige Unterstützungsmarke gesehen. Und die hat bis auf einen einzigen Tag bisher gut gehalten. Deshalb könnte der neue „Preisboden“ nun bei 4.400 US-Dollar liegen, so Trinker. Ronald-Peter Stöferle, Goldexperte und Partner beim Vermögensverwalter Incrementum, siedelt diese Unterstützung auf ähnlicher Höhe an, in der Zone von 4.300 bis 4.350 US-Dollar. Dort verläuft auch die weiterhin steil steigende 200-Tage-Linie, die den längerfristigen Preistrend abbildet. Ein nachhaltiges Abrutschen unter 4.000 US-Dollar hält er für unwahrscheinlich. „Der Worst Case um 3.500 Dollar würde einen echten Liquiditätsschock voraussetzen.“ Selbst die großen institutionellen Marktplayer Goldman Sachs, UBS, Citigroup und andere sehen für die kommenden zwölf bis 18 Monate einen Goldpreis zwischen 4.800 und 5.400 als realistisch an. Trinkers persönliche Prognose liegt bei 6.000 Dollar und mehr. Das Incrementum-Goldpreismodell weist im inflationären Szenario sogar 8.900 Dollar bis Ende der Dekade aus.
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