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Aktiendeals der Chefetagen

Buy in May and don’t go away…

Entgegen der alten Börsenweisheit nutzten vor allem Manager heimischer Banken im Mai die gefallenen Kurse an der Wiener Börse, um günstig eigene Aktien einzukaufen.

Von Martin Maier

01.06.2022
Anas Aly Abuzaakouk
Bawag-Vorstandschef Anas Aly Abuzaakouk (Foto) nützte Ende April die vergleichsweise niedrigen Kurse, um weitere 26.500 Bawag-Aktien im Gesamtwert von über 1,2 Millionen Euro zu erstehen. Ebenso kräftig zugekauft hat sein Vorstandskollege Satyen Shah.© BAWAG Group AG/Ingo Folie

Die Wiener Börse durchlebte in den vergangenen Wochen eine wilde Tal- und Bergfahrt: Auf einen weiteren kräftigen Rückgang von Ende April bis Mitte Mai von 3.300 Punkten auf knapp 3.000 Punkte folgte eine Erholung, die den heimischen Leitindex bis Ende Mai fast wieder auf den Ausgangswert zurückbrachte. Die Mitglieder der heimischen Vorstände und Aufsichtsräte fanden sich auch dieses Mal überwiegend auf der Seite der Käufer ein: Von 21 gemeldeten Transaktionen waren 19 Zukäufe, die in Summe rund 3,2 Millionen Euro ausmachten.

Auf der Verkäuferseite waren nur Hermann Mattanovich, Vorstandsmitglied bei Frequentis, der am 22. April 20.000 Aktien des heimischen Weltmarktführers bei Sprachkommunikationssystemen für die Flugsicherung im Gesamtwert von 552.000 Euro veräußerte, und Lukas Scherzenlehner, Vorstandschef bei Cleen Energy, der am 4. Mai 3.110 Aktien des Komplettanbieters für erneuerbare Energielösungen zu je neun Euro verkaufte.

Bankmanager kaufen ein

Die größten Zukäufe wurden wieder einmal vom Topmanagement der Bawag Group getätigt: Vorstandschef Anas Aly Abuzaakouk kaufte am 26. April zum Kurs von 45,88 Euro Bawag-Aktien im Gesamtwert von mehr als 1,2 Millionen Euro. Auch sein Vorstandskollege Satyen Shah erstand vom 26. bis 29. April Bawag-Aktien in Tranchen im Gesamtwert von knapp 1,3 Millionen Euro.

Im Vergleich dazu deutlich kleinere Brötchen wurden dagegen in der RBI gebacken: RBI-Chef Johann Strobl und Finanzvorstand Hannes Mösenbacher kauften Anfang Mai jeweils 10.000 RBI-Aktien zu je 11,4 bzw. 11,7 Euro.

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