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Neue CO2-Steuer: Familienautos gleich kaufen, mit Kleinwagen noch warten
Bei der Erfindung neuer Steuern sind unsere Politiker ja nicht gerade schlecht. Und so freuen sich Finanz- und Umweltminister seit Kurzem einstimmig über einen neuen Malus für Neuwagen, den sie kassieren. Fakt ist, dass ab 1. Juli 2008 für Fahrzeuge mit einem höheren Schadstoffausstoß als 180 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ein Malus von 25 Euro pro Gramm CO2 pt beim Kauf fällig wird. Und dieser Malus wird ab 1. Jänner 2010 dann sogar auf alle Fahrzeuge angewandt, welche über 160 Gramm CO2 pt pro Kilometer emittieren.
Wer also noch ein familienfreundliches, größeres Auto braucht, sollte es tunlichst vor Jahresmitte anschaffen. Ob das gewünschte Modell unter die neue Strafsteuer fällt, erfährt man als Konsument beispielsweise beim ÖAMTC. Der einfachste Weg zu dieser Info: unter www.gewinn.com/
auto finden Sie die wichtigsten Links zu den einzelnen Autotypen.
Ein paar Beispiele solcher Modelle, die sich ab 1. Juli teilweise kräftig verteuern:
Audi A6 Avant (Schadstoffausstoß je nach Modell und Motorisierung zwischen 163 und 264 g CO2 pt/km), Chrysler (Grand) Voyager (203 bis 319 g CO2 pt/km), Mercedes E-Klasse (167 bis 345 g CO2 pt/km), Renault (Grand) Espace (191 bis 289 g CO2 pt/km) oder VW Sharan (170 bis 165 g CO2/km).
Für alle, die mehr wissen wollen: Auch bei den Händlern muss dieser Wert im Schauraum und im Prospekt deutlich ausgewiesen werden. Was das dann konkret in Euro bedeutet, erfährt man, wenn man ebendiese Grammanzahl jenseits der 180er-Grenze mit 25 multipliziert.
Ob man heute schon umweltbewusst in theoretisch-finanzpolitischer Hinsicht unterwegs ist, kann man aus den Autopapieren ablesen. Denn der CO2-pt-Ausstoß Ihres Autos ist im Typenschein vermerkt.
Die erfreuliche Nachricht für besonders umweltbewusste Autofahrer, die nicht unbedingt ein großes Auto für Beruf oder Familie benötigen: Außer dass die Partikelfilter-Förderung für Diesel-Kfz wie geplant bis Ende Juni 2008 aufrecht bleibt und nicht vorzeitig beendet wird, gibt es auch mit 1. Juli 2008 einen Bonus von 300 Euro für Fahrzeuge mit einem Schadstoffausstoß von weniger als 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer – in diesem Fall sollten Sie mit der Neuanschaffung also noch ein halbes Jahr warten. Die diesbezüglich saubersten Typen:
Smart fortwo cdi mit 90 g CO2 pt/km vor Seat Ibiza Ecomotive 1.4 TDI (99 g), Daihatsu Cuore und Toyota Prius (jeweils 104 g), VW Polo Bluemotion 1.4 TDI (108 g) sowie Citroën C1 1.0, Honda 1.3i-VTEC Hybrid, Mini Cooper D, Peugeot 107 1.0 12V, Peugeot 107 1.4 HDI und Toyota Aygo 1.0 (jeweils 109 g). Auch hier alle Links aktualisiert für alle Modelle unter www.gewinn.com/auto.    (cj)
Plötzlich war der Überziehungsrahmen weg
Jahrelang hatte sie von der BAWAG auf dem Gehaltskonto einen Einkaufsrahmen in Höhe von rund 6.000 Euro eingeräumt bekommen. Letzten Sommer bekam die GEWINN-Leserin ein Baby und arbeitete nicht mehr als Angestellte, sondern als freie Dienstnehmerin für ihren bisherigen Arbeitgeber weiter. Neben dem Kinderbetreuungsgeld wurde sie von nun an für Projekte bezahlt, unterm Strich über die Monate ergab das in etwa ein Viertel weniger Geld auf dem Konto als früher als Angestellte. Weder davor noch danach war sie je ins Minus gekommen.
Und dennoch: Im letzten Monat entdeckte sie zufällig beim Online-Banking, dass ihr Überziehungsrahmen stillschweigend auf Null geschrumpft war. Wie das und vor allem ohne jede Mitteilung, fragte sie in einem Beschwerdemail. Eine Antwort blieb zwei Wochen lang aus, also marschierte sie in ihre Bankfiliale. Die Antwort: Ein Computerprogramm würde alle drei Monate unterschiedlichste Faktoren kontrollieren, unter anderen die Höhe der Eingänge und ob sie gleich hoch oder schwankend wären. Irgendwie sei das Programm halt zum Schluss gekommen, dass null derzeit die richtige Höhe sei. Und da muss die Bank nicht der Kundin das mitteilen, der Rahmen hätte ja auch mitten im Urlaub in Tschibutti schrumpfen können? Nein, war die Antwort, man bekomme ohnehin auf dem Kontoauszug mitgeteilt, wann der nächste Anpassungstermin sei.   (sk)
Autowracks: Ab nach Ungarn!
Was tun mit einer alten Rostlaube oder gar mit einem Autowrack, das kein Autohändler mehr „eintauschen“ will? Wer einen österreichischen Verwertungsbetrieb beauftragt, muss mit rund 350 Euro für die Entsorgung eines solchen Schrotthaufens rechnen, selbst wenn er noch fahrbereit ist.
Erste wichtige Information dazu: Jede Automarke ist grundsätzlich verpflichtet, ihre auch 20 Jahre alten Modelle kostenlos zurückzunehmen. (Informationen gibt es bei den jeweiligen Händlerbetrieben.) Es sei denn, das Fahrzeug befindet sich in einem stark vom Original abweichenden Zustand; sprich: es fehlen wesentliche Teile.
Ein ungarischer Spezialist scheint hier eine lukrative Marktlücke entdeckt zu haben – und bietet österreichischen Wrackbesitzern sogar bis zu 200 Euro für ihr Fahrzeug. „Wir wickeln das Geschäft mit offiziellem Verkaufsbeleg, auf Wunsch auch mit Verschrottungsnachweis ab“, versucht Wilhelm Baumeister von Autoservice-Ungarn etwaige Kritik abzuschwächen. Der Trick, um mit dieser Masche auch selbst Geld zu verdienen: Viele dieser Wracks lassen sich von ungarischen Spezialisten und zu ungarischen Preisen wieder reparieren – und dann ins Ausland verkaufen.
Interessant ist das Angebot auf alle Fälle für Inhaber von Altautos, deren Pickerl noch ein oder zwei Monate gültig ist, die aber keinen Käufer finden. Ob man seinen Ladenhüter gegen ein paar Euro-Hunderter dann doch noch los wird, erfährt man unter www.autoservice-ungarn.eu oder telefonisch unter 0664/202 98 67.     (cj)
Billig-Führerscheine aus Tschechien?
Wer hierzulande zur Führerscheinprüfung antreten will, muss dafür im Schnitt rund 1.500 Euro einkalkulieren. Mindestens. Da fragt man sich, ob das nicht irgendwo billiger geht.
„Wir helfen auch in hoffnungslosen Fällen!“ Eine Zauberformel, mit deren Hilfe Fahranfänger, aber auch straffällig gewordene Lenkraddreher beispielsweise ins benachbarte östliche EU-Ausland gelockt werden sollen. Im Internet wird man da im Handumdrehen fündig: Unter www.fahrschulvermittlung.com oder direkt bei betreffenden Fahrschulen im Ausland. Zum Beispiel wirbt auf der Homepage www.bittner-cz.de die „wahrscheinlich modernste und professionellste Fahrschule in ganz Tschechien“ mit einem Lockangebot von 790 Euro. „Fast alle Kunden bestehen (in Tschechien) sowohl die theoretische als auch die praktische Prüfung beim ersten Versuch“, wird man auf www.eu-fahr schulen.biz diesbezüglich bestärkt.
Wo liegt der Haken? Offiziell braucht man einen Wohnsitz – oder zumindest eine Aufenthaltsdauer von mindestens 185 Tagen jährlich – im betreffenden Land. Was die Anbieter in ihren Offerten allerdings in Abrede stellen. Da liest man von einem Aufenthalt von nur drei Tagen vor Ort – und den Schein gibt’s dann nach einer Wartefrist von zirka zwei Monaten. Österreichische Experten warnen vor Zusatzkosten. Auch erwerbe man keinen EU-Führerschein, sondern eben ein nationales Dokument, das allerdings innerhalb der EU anerkannt werden muss.    (jö)