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Einlagensicherung: Was heißt „pro Kreditinstitut“?
@ Markus Murlasits

Pro Einleger und pro Kreditins­titut greift hierzulande die Einlagensicherung bis zur Höhe von 100.000 Euro. Das gilt für Einlagen (Konten, Sparbücher, Festgelder, Bausparverträge etc.) und Guthaben inklusive Zinsen natürlicher Personen, unabhängig davon, ob es sich dabei um private oder berufliche Einlagen handelt.
So weit, so bereits einigermaßen bekannt. Doch was ist genau mit „pro Kreditinstitut“ gemeint, fragen immer mehr GEWINN-Leser in Leserbriefen. Was, wenn man ein Sparbuch bei der BAWAG PSK und das Gehaltskonto bei der
easybank hat? Was, wenn man Spareinlagen bei der Schoeller Bank hat und andere bei der Bank Austria (Schoeller ist eine Tochter der UniCredit Bank Austria). Was, wenn man bei einer Raiffeisenbank in der Steiermark Sparguthaben hat und bei der bankdirekt (gehört zu Raiffeisen)? – Kommt es darauf an, dass sich die Institute bei unterschiedlichen Einlagensicherungsverbänden befinden (in Österreich gibt es fünf sogenannte Sektoren) oder auf sonst etwas?
„Die Antwort ist ganz einfach“, erklärt Harald Waiglein, Sprecher des Finanzministeriums: „Es kommt auf die Konzession an. Ein Kreditins­titut ist eines, das eine eigene Konzession hat.“ In Zeiten des Internet kann man das auch ganz schnell nachlesen, und zwar auf der Homepage der Finanzmarktaufsicht, www.fma.gv.at (Stichwort „Unternehmen“, danach „Banken“, Download „Zugelassene Kreditinstitute“).
Dort sieht man, dass beispielsweise die easybank eine eigene Konzession hat, ebenso die Schoeller Bank. Und auch die bankdirekt.at ist als eigenständiges Kreditinstitut registriert, ebenso wie die diversen Raiffeisenbanken (z. B. Raiffeisenbank Attersee-Süd etc.), Sparkassen (z. B. Sparkasse Haugsdorf) oder Volksbanken (z. B. Volksbank Baden). Die Hypo-Banken sind etwas überregionaler organisiert, hier finden sich als Einzelkonzessionen etwa die Hypo-Bank Burgenland, Hypo Tirol Bank etc. Würde man etwa sein Geld bei der Hypo-Bank Burgenland zum Teil in der Filiale Oberpullendorf, zum Teil in der Filiale Güssing anlegen, wäre man nur einmal bis 100.000 Euro geschützt, Gleiches gilt für zwei Filialen der BAWAG PSK, der Bank Austria etc.