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86 Prozent Verlust mit „Absolute Return“-Strategie
Ein wissenschaftlich begleiteter Kurssturz hat den AIF Option+-Fonds der Vermögensverwaltungsgesellschaft „Art in Finance“ ereilt.
Ausgetüftelt vom Linzer Finanzmathematiker und Universitätsprofessor Gerhard Larcher, sollte der Fonds mit Optionspositionen eine Absolute-Return-Strategie verfolgen, überwacht von speziellen Analyseprogrammen. Allerdings handelte das System auch nach der Lehman-Pleite Mitte September 2008 kräftig weiter nach Schema F, „was dazu führte, dass im Oktober 2008 mit nur zwei Handelspositionen rund 80 Prozent des Fondsvermögens verloren wurden“, resümiert Rechtsanwalt Lukas Aigner, der auch in dieser Causa Geschädigte vertritt. Vor dem Crash soll das Unternehmen (nicht zu verwechseln mit dem ARTS Asset Management, einer C-Quadrat-Tochter!) ca. 150 Millionen Euro verwaltet haben, teils auch als Manager von Fondspolizzen.
Mittlerweile sind zahlreiche Klagen beim Handelsgericht Wien anhängig. Der bestellte Gerichtssachverständige habe festgestellt, dass bei der Handelsaktivität am 6. Oktober 2008 („zweiter Trade“) eine Außerachtlassung der erforderlichen kaufmännischen Sorgfalt gegeben ist, so Aigner. Das Art-in-Finance-Management hingegen begründet auf seiner Homepage die Verluste allein mit der katastrophalen Entwicklung auf den Finanzmärkten.
Da das beklagte Unternehmen keinen Verjährungsverzicht abgegeben hat, sollten Geschädigte, die noch gegen Art in Finance vorgehen wollen, schnell aktiv werden, rät Aigner: „Allfällige Klagen müssen noch bis spätestens Anfang Oktober eingebracht werden!“

>> Die Entwicklung des AIF-Option+-Fonds

Artikel vom:  03.08.11