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Wie aus einem Videoclip Panorma- oder Weitwinkel-Fotos werden
Seit einiger Zeit stattet Sony seine Kompaktkameras mit einer Funktion namens „Schwenkpanorama“ aus: Der Fotograf dreht sich langsam um die eigene Achse, während die Kamera blitzschnell ein Foto nach dem anderes schießt und die Einzelbilder dann automatisch zu einer Panorama-Ansicht zusammensetzt. Der Trick funktioniert aber auch mit Kameras von anderen Herstellern – das einzige, was man dazu benötigt, ist die neueste Version des „Image Composite Editors“ von Microsoft.
Von: Uwe Fischer
Das Programm, das kostenlos im Download-Bereich von Microsoft Research, der Forschungsabteilung des Softwareherstellers, heruntergeladen werden kann, dient dazu, aus verschiedenen Einzelaufnahmen ein durchgängig perfekt belichtetes und scharfes Panoramabild zu generieren. Bisher war es notwendig, möglichst viele überlappende Fotos desselben Motivs zu schießen, in der neuen Version 1.4.3, die vor wenigen Tagen fertig gestellt wurde, kann der Image Composite Editor aber auch Panoramabilder direkt aus einem Video generieren.
Dazu muss die Kamera nur auf den Videomodus umgestellt werden, man filmt einen kurzen Schwenk über die Landschaft, und lässt den Clip dann durch das Programm laufen. Vor dem Start des so genannten Stitching-Prozesses lassen sich bei Bedarf noch Start- und Endposition des Clips verändern, falls man am Anfang der Sequenz etwa die Kamera schief gehalten oder verwackelt hat. Optional können auch noch perspektivische Einstellungen verändert werden, dann dauert es nur wenige Sekunden, bis das fertige Panoramabild auf dem Monitor zu sehen ist. Jetzt lassen sich noch ausgefranste Ränder abschneiden, ehe die Aufnahme auf die Festplatte gespeichert oder, um die Ansicht mit anderen Usern zu teilen, auf die Photosynth-Plattform von Microsoft Research hochgeladen wird. 
Der Prozess von der Aufnahme bis zum fertigen Panorama ist dank der Videofunktion ausgesprochen einfach, hat jedoch einen gravierenden Nachteil – die Bildauflösung entspricht in der Vertikalen maximal der Videoauflösung. Wenn der Fotoapparat Videoclips in FullHD unterstützt, ist das kein Problem, bei 720p reicht es für die Darstellung auf dem Bildschirm noch aus, im Druck erscheint das Bild aber schon ziemlich pixelig. Noch niedrigere Video-Auflösungen, wie etwa das häufig verwendete VGA-Format mit 640 mal 480 Bildpunkten, sind dagegen höchstens noch für Web-Präsentationen zu gebrauchen.
Ein paar kleine Tipps am Rande: Um die optimale Auflösung aus der Kamera herauszuholen, kann man den Videoschwenk auch mit hochkant gehaltenem Fotoapparat machen und das Bild nachher im Image Composite Editor (oder nach dem Abspeichern mit einem beliebigen anderen Bildbearbeitungsprogramm) entsprechend rotieren.
Man kann auch innerhalb einer Aufnahmesequent mehrmals vor- und zurückschwenken und dabei die Kamera ein wenig nach oben oder unten versetzen, um eine größere Bildfläche abzudecken. Auf diese Weise lassen sich nicht nur Panoramabilder in einer besseren Auflösung erstellen, sondern auch extreme Weitwinkel-Aufnahmen simulieren, obwohl die Kamera nur mit einem Standard-Zoom-Objektiv ausgestattet ist. Man sollte lediglich darauf achten, dass sich keine bewegten Objekte im Bild befinden, da es sonst zu „Geisterbildern“ kommen kann.
Der Microsoft Image Composite Editor, kurz ICE, läuft unter Windows 7 und ist sowohl in einer 32-, wie auch in einer 64-Bit-Version verfügbar.
 
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Artikel vom:  29.04.11
 
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